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Hier die angekündigte
Vorabversion.
Raubvogelplage in Deutschland & Europa

Wanderfalke und
Habicht hingerichtete Tauben Foto Galerie
Greifvögel: Tödliche Gefahr für unsere Brieftauben & Tippler
Bestandsaufnahme und Zukunftsperspektiven
Schreiben vom Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e.V.
Die Zahl der Zuschriften, die mich erreichen und in denen über
ständige Greifvogel-Attacken auf Brieftauben geklagt wird,
nimmt von Jahr zu Jahr zu. Mittlerweile ist für uns
Brieftaubenzüchter eine unhaltbare Situation eingetreten.
Frustration und Niedergeschlagenheit machen sich innerhalb
unseres Verbandes bei sehr vielen Züchtern breit.
Dies kann ich sehr gut nachvollziehen, bin ich doch ebenfalls
einer der Betroffenen. Deshalb zunächst
vorweg einige persönliche Bemerkungen.
Von Präsident Horst Menzel
Bei meiner Brieftaubenhaltung war ich von Anfang an der Gefahr
durch Greifvögel sehr stark ausgesetzt.
Da ich im Hochsauerland aufgewachsen bin, habe ich von klein auf
damit leben müssen, dass mir gerade
immer die Brieftauben geschlagen wurden, die mir besonders ans
Herz gewachsen waren. Seitdem ich in der
Voreifel ansässig bin und Brieftauben halte, hat sich die
Situation wegen des ungehemmten Zunehmens der
Greifvögel weiter verschlechtert. So hat sich mittlerweile ein
Habicht-Pärchen in Sichtweite
meines Taubenschlages eingenistet. Die Folgen für meine
Brieftauben können Sie sich ausmalen.
Brieftauben: Spezielles Beutespektrum für Habichte?
Nach meinen Beobachtungen, die sicher nicht repräsentativ sind
und von „Greifvogel-Fachleuten“
wohl bestritten werden, suchen Greifvögel bewusst die Nähe von
Brieftaubenschlägen auf.
Ich wohne am Rande des Kottenforstes im Vorgebirge zwischen
Rhein und Eifel. Im April höre
ich den Habicht-Terzel balzen. Wandere ich durch den Kottenforst,
sind Balzrufe nicht zu vernehmen.
Komme ich aber auf der anderen Seite aus dem Kottenforst heraus,
dort, wo Brieftaubenschläge ansässig
sind, hört man auch wieder den Habicht balzen. Zufall? Weiter
beobachte ich, dass die Ringeltauben in
meiner Umgebung stark zunehmen. Jeden Herbst werden sie in einer
besonderen Aktion in unserer Region bejagt.
In unserem Garten und unseren Nachbargärten brüten Ringeltauben
und sind dort ständige Gäste, ohne dass sie
von dem ansässigen Habichtpaar belästigt werden. Zeigen sich
aber meine Jungtauben,
ist der Habicht sofort da. Wie kommt das?
Für mich eine plausible Erklärung, die – ich sagte es bereits –
von den „Greifvogel-Fachleuten“
sicher nicht geteilt wird, ist folgende: Unstreitig waren die
Greifvögel stark dezimiert, bevor
in der Landwirtschaft das Ausbringen von Pestiziden verboten
wurde. Durch den Wegfall der
Pestizide und den ganzjährigen Schutz der Greifvögel hat sich
die Population erholt,
aber auch gerade in Folge der Auswilderung von in Gefangenschaft
gezogenen Tieren.
Diese wurden auf die Freiheit vorbereitet, indem sie in Volieren
Brieftauben zum Schlagen bekamen.
Das Beutespektrum der nun lebenden Habichte und Sperber hat sich
dadurch nach
meinem Eindruck stark auf die Brieftauben fokussiert.
Gleiches gilt für den Wanderfalken, der jetzt vermehrt
ausgewildert wird,
und dies sogar in Gegenden, in denen es vorher nie Wanderfalken
gegeben hat.
Zu dieser Entwicklung haben wir Brieftaubenzüchter sicherlich
durch Zulieferung
von Brieftauben unwissentlich stark beigetragen. In Zukunft
sollten wir derartiges jedoch unterlassen.
Derzeit unterliegen die Greifvögel nach Maßgabe einer
EU-Richtlinie über die Erhaltung
der wildlebenden Vogelarten nach wie vor einem besonderen
Schutz.
Sie dürfen nicht bejagt werden. Es stellt sich die Frage, ob
dieser
ganzjährige Schutz noch zeitgemäß ist. Bereits in Folge 20/2009,
Seiten 724/725,
dieser Zeitschrift hat Sportfreund Guido Dienstbach Daten über
die Verbreitung der Greifvögel
veröffentlicht. Offizielle Daten über Brutpaare beruhen auf
Erhebungen des Jahres 2008.
Danach wurden keine weiteren Zählungen mehr erfasst, da die
jährliche Zunahme an Greifvögeln
als gesichert gilt; letzteres merken wir Brieftaubenzüchter an
den Jahr für Jahr höheren Verlusten
und können dies nur bestätigen. Folgende Anzahl an Brutpaaren
wird in der letzten Erhebung ausgewiesen:
Greifvogelart Deutschland
Europa
Habicht
13.400
184.000
Sperber
18.400
400.000
Wanderfalken
850
14.800
Sportfreund Dienstbach schätzt, dass an jedem Flugwochenende
(samstags und sonntags)
in Deutschland, wenn alle Greifvögel Junge im Horst haben,
mindestens durch
Habicht und Wanderfalken ca. 15.000 Brieftauben (Hauptbeute von
Habicht und Wanderfalken)
geschlagen werden! Die Frage nach dem besonderen Schutz der
Greifvögel beantworten meiner
Ansicht nach diese Daten eindrucksvoll – nämlich: Längst nicht
mehr erforderlich!
Ist seitens des Verbandes diese Situation leichtfertig
hingenommen worden?
Sicher nicht! Denn seit nunmehr fast zwanzig Jahren wird immer
wieder versucht,
zum Wohl unserer Brieftauben eine Aufweichung des ganzjährigen
Schutzes der Greifvögel
zu erreichen. Leider bisher ohne Erfolg. So hat bereits mein
Vorgänger,
Präsident Horst Althoff, die Thematik aufgegriffen. Hierüber
wurde berichtet in dieser Zeitschrift,
Folge 13/2001, Seite 554. Diesen Bericht finden Sie erneut im
Anschluss unter dem Titel
„Genehmigung zum Lebendfang von Greifvögeln“.
In der Folgezeit wurde gegenüber den Landesministerien die
Greifvogel-Problematik stets angesprochen.
Insbesondere dann, wenn wir Brieftaubenzüchter unter dem
Gesichtspunkt des Tierschutzes angegriffen wurden.
Denn hier zeigt sich eine unverständliche Diskrepanz: Wir
Taubenzüchter werden wegen der
Wettflüge immer wieder darauf hingewiesen,
Tierschutzvorschriften unbedingt einzuhalten.
Verlangen wir aber Tierschutz für unsere Brieftauben, weil diese
während des normalen
Freifluges zu hunderttausenden von Greifvögeln geschlagen
werden, begegnet man bei den
Tierschutz-Verantwortlichen und auch den Tierschützern nur einem
Schulterzucken.
Gleichwohl dürfen wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen.
Deshalb sind wir seitens des Verbandes national und
international wie folgt initiativ:
Die Frage des Anspruchs der Brieftaubenzüchter auf staatliches
Handeln zur Verminderung
der Habichtpopulation (sie ist die Population, die Brieftauben
am stärksten bedroht)
in Deutschland wurde durch ein Rechtsgutachten geprüft (das
Gutachten wurde vom
Prof. Dr. Kohaus-Förderverein in Auftrag gegeben). Der Gutachter
kommt zu dem Ergebnis,
dass unter Umständen Anspruch auf Festsetzung einer Jagdzeit für
den Habicht besteht,
wenn durch dessen übermäßigen Bestand das Eigentum der
Taubenhalter beeinträchtigt wird.
Dieses Übermaß ist nach Einschätzung des Gutachters derzeit aber
noch nicht erreicht.
Da die Einschätzung auf den Zahlen des Jahres 1997 beruht
(aktuelle Verlustzahlen an
Brieftauben liegen nicht vor) stellt sich die Frage, ob aufgrund
der aktuellen Werte ein
anderes Ergebnis zu erwarten ist. Deshalb werden wir eine neue
Befragung der Züchter durchführen.
Ein weiteres Rechtsgutachten wird derzeit erstellt.
Angeregt durch eine Entscheidung des österreichischen
Verwaltungsgerichtshofes
vom 20.12.2010, die einem Sportfreund aus unserem Nachbarverband
eine Entschädigung
für von Greifvögeln geschlagene Brieftauben zugesprochen hatte,
lässt der Kohaus-Förderverein prüfen,
ob auf Grund der Eigentumsgarantie des Artikel 14 Absatz 2
Grundgesetz wegen der
schädigung des Eigentums an Brieftauben ein Anspruch gegen die
Bundesrepublik Deutschland auf
Änderung der Rechtslage des Wildschadensersatzes besteht (nach
dieser Rechtslage besteht nämlich
heute keine Wildschadensersatzpflicht wegen von Greifvögeln
verursachten Schäden an Haustieren).
Sobald das Gutachten vorliegt, werden wir entsprechende Schritte
einleiten.
International habe ich in meiner Eigenschaft als
FCI-Vizepräsident eine Initiative innerhalb
der FCI-Europakommission gestartet.
Dort habe ich ein Konzept für eine Aktion gegenüber der
Europäischen Kommission sowie dem
Europäischen Parlament betreffend „Schutzmaßnahmen für
Brieftauben vor Verlusten durch Greifvögel“
erarbeitet (hierauf wurde in dieser Zeitschrift, Folge 14/2011,
Seite 458, bereits hingewiesen).
Dieses Vorhaben fand bei den Mitgliedern der
FCI-Europakommission einhellige Unterstützung,
denn mittlerweile ist die Greifvogel-Plage europaweit zum
Problem geworden.
Durch die FCI-Geschäftsstelle wird derzeit die Situation in den
einzelnen Ländern ermittelt,
um sodann mit den gewonnenen Daten bei den zuständigen
europäischen Institutionen zu intervenieren.
Im Rahmen der begonnenen Initiativen wird es zu ausführlichen
und zeitraubenden Diskussionen
mit europäischen und nationalen Parlamentariern, den nationalen
Entscheidungsträgern sowie den
zuständigen Beamten, insbesondere der Europäischen Kommission,
kommen. Hier können wir nur Erfolg haben,
wenn uns alle Brieftaubenzüchter, insbesondere die von
Greifvogel-Attacken Betroffenen,
unterstützen. Deshalb appelliere ich dringend an Ihre Mithilfe
bei folgenden Aktionen:
1. Wir brauchen dringend aktuelles, belastbares Datenmaterial
über die Höhe der Verluste an Brieftauben
durch Greifvögel. Um diese Verluste zu ermitteln, führen wir
(mit der Aktualisierung der Mitgliederlisten)
eine Befragung aller Züchter durch. Bitte beteiligen Sie sich
unbedingt an dieser Befragung und
beantworten folgende Fragen:
a) Wird Ihr Brieftaubenbestand durch Greifvögel-Attacken
geschädigt?
b) Falls ja, wie hoch ist der jährliche Verlust an Brieftauben
durch Greifvögel?
c) Haben die Brieftauben Ihres Schlages ganzjährig Freiflug?
2. Uns Brieftaubenzüchtern wird mit Sicherheit in der Diskussion
über die Reduzierung der Greifvögel
entgegengehalten werden, dass es zahlreiche Maßnahmen gibt, die
Tauben vor Greifvögeln schützen,
ohne die Greifvögel anzugreifen. Sie kennen alle solche
Maßnahmen: beispielsweise Glaskugeln,
Uhu-Attrappen, Taubenmarkierungen und so weiter. Wir werden in
den anstehenden Diskussionen darlegen
müssen, dass alle diese Maßnahmen nicht zum Erfolg geführt
haben. Aus diesem Grund benötigen wir
eine vollständige Übersicht über solche Abwehrmaßnahmen und
deren Erfolg. Beteiligen Sie sich an der
Beantwortung der Frage, welche Abwehrmaßnahmen ergriffen wurden
und welchen Erfolg sie hatten.
Hierfür finden Sie ein Formular, dass Sie bitte ausgefüllt an
die Redaktion unserer Zeitschrift zurücksenden.
Über alle diese Maßnahmen hinaus ist jeder Brieftaubenzüchter
aufgefordert, vor Ort den zuständigen
lokalen Politikern und Behörden klarzumachen, dass die Verluste
durch Greifvögel an Brieftauben nicht
mehr hinzunehmen sind. Dazu sollten unbedingt Genehmigungen
beantragt werden, Greifvögel lebend zu fangen,
die Brieftaubenschläge bedrohen. Diese Genehmigungen sind bei
den Jagdbehörden zu verlangen.
Beantragen wir solche Genehmigungen nicht, sagen die zuständigen
Behörden:
Es gibt kein Problem mit Greifvögeln! Nachfolgend finden Sie
deshalb einen Artikel
unseres Verbands-Justiziars, der bereits in Folge 13/2001, Seite
554, veröffentlicht
wurde mit einem Musterantrag auf Lebendfang.
Darüber hinaus sollte sich jeder, der Kenntnis von einer
Vermehrung der Greifvögel,
beispielsweise von der Ansiedlung von Wanderfalken, in seinem
Umfeld erhält,
dagegen wehren und das auch in der Öffentlichkeit wirksam
darlegen.
Hier kann man durchaus Erfolge erzielen. Wie dies zu erreichen
ist,
entnehmen Sie bitte dem nachfolgenden Bericht.
Außerdem müssen wir unbedingt vor Ort die Bundes- und
Landespolitiker
in ihren Wahlkreisen mit unseren Sorgen und Nöten vertraut
machen. Wie dies geschehen kann,
zeigt Ihnen eine Aktion von Sportfreund Helmut Neutz, die
ebenfalls nachfolgend dargestellt ist.
Gemeinsam und nur gemeinsam können wir etwas erreichen!
Helfen Sie deshalb bitte alle mit, der aktuell stärksten Gefahr
für den Brieftaubensport wirksam zu begegnen.
Horst Menzel
-Präsident-
Schreiben vom Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e.V.
Vorsitzender Thomas
Gottschalk
ergänzt am 23.08.2011

Greifvögel
ÜBERPOPULATION in Deutschland & Europa
Lügen und Wahrheiten über das Raubvogelproblem in Europa
Lüge. Behauptet würd das die Raubvögel Stückzahl sink,
schuld daran sind
die Taubenzüchter und Hühnerhalter sowie die Jäger.
Lüge. Eine sehr große Lüge ist das behauptet wird
Habichte und alle anderen
Raubvögel sind nur in geringen Stückzahlen und es gäbe keine
Raubvögel Explosion.
Wahrheit.
Zu DDR Zeiten bis kurz nach der Wände waren die Verluste durch
die genannten Greifvögel sehr gering.
Tauben hatten auch im Winter ständig Freiflug.
Wahrheit Heute 2011 ist das so, dass wir Taubenliebhaber unsere
Tiere nicht mehr von
Anfang September bis Anfang April kein Freiflug gewähren können.
Den gesamten Winter bleiben unsere Tiere im Schlag.
Und das ist alles andere als Art und Tiergerecht.
Wahrheit. Taubenhalter sowie Hühnerhalter haben bis zu
80% Verluste durch die Raubvogelplage.
Wahrheit. Wir haben bei den genanten Raubvögeln eine
ÜBERPOPULATION in Europa
Lüge. Der Habicht schlägt gelegentlich Brieftauben Hühner
und Fasane
Wahrheit. Der Habicht und Wanderfalke Schlägt fast
ausnahmslos Brieftauben Hühner und Fasane
Und das rechtfertigt ihnen nachzustellen.
Wahrheit. Greifvögel
Habicht & Wanderfalke richten große Schäden an.
Gerade bei den Taubenzüchter und Hühnerhalter.
Lüge.
Angeblich gibt es nur 100 BP Habichte und 70 BP Wanderfalken.
Mal 100 wäre garantiert richtig.
Vorsitzender Thomas
Gottschalk
ergänzt am 06.06.2011
Bejagen von
Greifvögel in ÖSTERREICH
Für unsere Mitglieder in
und um Österreich
Die NÖ Landesregierung
hat zum Schutz der heimischen wildlebenden
Tierwelt eine Greifvogelverordnung für den Mäusebussard (Buteo
buteo)
und Habicht (Accipiter gentilis) erlassen. Der
Jagdausübungsberechtigte
darf diese beiden Greifvögel nur zum Schutz der heimischen
wildlebenden
Tierwelt, insbesondere des Niederwildes und der Rauhfußhühner,
unter Beachtung der jagdrechtlichen Vorschriften in der Zeit von
1. November
bis 31. Januar vertreiben oder erlegen (im Rahmen der
gesetzlich
festgelegten Höchstabschusszahlen und unter Beachtung der
jagdrechtlichen
Vorschriften). Der Fang ist nicht gestattet. Die
Höchstabschusszahl für
den Verwaltungsbezirk Krems/Stadt
wurde bei beiden Tieren jeweils mit eins festgelegt. Der
Jagdausübungsberechtigte
hat sich vor einem beabsichtigten Abschuss bei der
Landesgeschäftsstelle
des NÖ Landesjagdverbandes darüber zu informieren,
inwieweit die Höchstabschusszahl ausgeschöpft ist und ist dazu
verpflichtet,
einen getätigten Abschuss unverzüglich zu melden
(Landesgeschäftsstelle
des NÖ Landesjagdverbandes,
Wickenburggasse 3, 1080 Wien, Tel.
01/405 16 36).
Vorsitzender Thomas
Gottschalk
26.02.2011
Taubenverlusttabelle durch
Habicht und Wanderfalken
Auch 2011 alles melden wie viel
Verluste von Tauben aller Art.
Tel: 030/ 94 41 37 02 (nach 4x klingeln schaltet sich der
Anrufbeantworter ein).
Funk: 0157/ 731 20 88 0
E-Mail:
info@tippler-club-deutschland.de
Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt.
Vorsitzender Thomas
Gottschalk
25.02.2011
Habichte Fangen die günstigste Zeit wählen
Besonders gefährdet sind die Jäger der Lüfte,
in der Zeit von der Eiablage Anfang April bis zum
Ausfliegen der Jungen im Juni. In dieser Zeit,
ist das Weibchen flugunfähig.
In dieser Zeit jagen die Männchen und versorgen
das Weibchen und die Brut. Wird das Männchen dann gefangen,
sterben alle Vögel.
Vorsitzender Thomas
Gottschalk
25.02.2011
Raubvogelplage in Deutschland vom Jahr
2009.
Jedes Jahr haben wir Taubenliebhaber das ständig wachsende
Problem mit den Raubvögeln.
Zu DDR Zeiten wurden diese Raubvögel in einem erträglichen Maß
gehalten, so dass es Sinn machte, Hühner und Tauben das ganze
Jahr über im Freien zu halten.
Das vielleicht mal der Fuchs oder auch der Marder einige Tiere
geholt hatte, konnte jeder verkraften.
Aber was heute so geschieht, ist nicht mehr zu verstehen und zu
akzeptieren. Selbst die Singvögel in meinem Garten sind so
dezimiert, das ich gar keine mehr sehe. Deshalb habe ich mir zur
Aufgabe gestellt, statistisch zu erfassen, wie viele Tauben von
Raubvögeln in Deutschland geschlagen werden. Dafür brauche ich
aber auch Eure Mithilfe. Teilt mir einfach die Anzahl der
geschlagenen Tauben mit und ich werde dann eine Tabelle,
sortiert nach Orten/Postleitzahlen, erstellen und dann auf
unserer Internetseite veröffentlichen.
Diese Tabelle soll keine „Eintagsfliege“ werden, wie schon
einmal bei den Brieftaubenzüchtern.
Jetzt ist es wichtig, das ich entweder eine E-Mail bekomme oder
Ihr mich
einfach anruft unter:
Tel: 030/ 94 41 37 02 (nach 4x klingeln schaltet sich der
Anrufbeantworter ein).
Funk: 0157/ 731 20 88 0
E-Mail:
info@tippler-club-deutschland.de
Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt.
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Ort & Postleitzahl |
Taubenverluste Jahr
ab 2009 |
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Berlin - 13125 |
226 Tippler 6 Dropper |
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Berlin - 13355 |
194 Tippler |
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Berlin - 13357 |
82 Tippler |
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Berlin - 13129 |
5 Tippler |
|
Berlin - 13506 |
10 Tippler |
|
Berlin - 13985 |
8 Tippler |
|
Berlin - 13088 |
16Tippler |
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Berlin - 12623 |
21 Weiße Brieftauben |
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Bernau - 16321 |
43 Brieftauben 2
Dropper & 86 Tippler |
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Bochum - 44866 |
13 Wiener
Hochflieger |
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Bremen - 28325 |
3 Brieftauben |
|
Darmstadt -64283 |
4 Brieftauben |
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Dortmund - 44388 |
8 Brieftauben |
|
Espelkamp - 32339 |
2 Usbekische Tauben |
|
Ganderkesee - 27777 |
23 Brieftauben |
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Hamm - 59071 |
3 Tippler & 7
Brieftauben |
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Lindenberg - 16356 |
6 Tippler |
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Marl - 45768 |
6 Tippler |
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Suderburg - 29556 |
4 Tauben |
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Stolpen - 01833 |
23 Tauben |
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Stuttgart - 70174 |
25 Tauben |
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Mühlheim - 78570 |
136 Tauben |
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Vorsitzender Thomas
Gottschalk
11.08.2011
Habicht (Beizvogel) gefangen und nun?
Und
eventuelle Folgen.
Als Taubenzüchter haben wir das große Problem mit den Raubvögeln
wie Wanderfalke und Habichte.
Es kommt schnell vor, das ein Habicht, der in einer Falknerei
großgezogen wurde,
in einen Taubenschlag einfliegt und sich über sein Beute
hermacht.
Welcher Taubenzüchter kommt da nicht in die Versuchung, den
Habicht zu töten.
Es tut natürlich weh, wenn man sieht, wie unsere Tauben Tag ein
Tag aus von Raubvögeln
ständig angegriffen werden.
Ich selbst habe jeden Tag Habicht- und Wanderfalkenangriffe.
Es fehlen auch jeden Tag Tippler.
Da steigt natürlich die innere Wut. Und man steht doch völlig
hilflos da.
Und für die anderen (nicht Taubenliebhaber) ist das ja sowieso
egal.
Ja sie bemerken ja noch nicht einmal, dass es überhaupt
Greifvögel gibt.
Ich kann nur davor warnen, den Habicht zu töten.
So gerne man das auch möchte.
Es gibt folgende Gründe, warum man es nicht tun sollte:
Erstens: Wir
haben kein Jagdrecht.
Zweitens: Der
Fang eines Raubvogels ist unter Strafe verboten.
Drittens: Die
Raubvögel haben einen Chip zur Ortung.
Es soll natürlich keine Gebrauchsanweisung werden, wie man
Habichte
und Falken schützen oder fangen kann, aber ganz kampflos werde
ich nicht das Feld räumen.
Gerade den Ornithologen muss man die Augen öffnen, das es
absoluter Schwachsinn ist,
Raubvögel zu züchten. Gerade die gezüchteten Tiere sind es, die
sehr schnell weggefangen werden.
Sie sind so zahm, das sie wirklich auf dem Taubenschlagdach
sitzen.
Wir Taubenzüchter müssen aufpassen, wie wir dieses Problem in
den Griff bekommen,
ohne noch zusätzlich neue Probleme zu schaffen.
Denn so wie im diesem Jahr geht es nicht weiter!
Für die Tipper ist es auch nicht angenehm, ständig am Himmel
aufzupassen,
von wo jetzt der nächste Angriff stattfindet.
Für uns Züchter ist es verhältnismäßig leicht unser Tippler
einzusperren.
Was wir ja auch tun. Und das schon von Anfang September bis zum
April im Folgejahr.
Ich mache es mir zur Aufgabe, dagegen etwas zu tun.
Es geht uns alle an, wie wir diese Plagegeister reduzieren
können.
Und das legal.
Gerade das Internet ist gut dafür, dass wir alle
Raubvogelliebhaber auf
unser Problem aufmerksam machen können (Ornithologen).
Die kleine deutsche Industrie hat jeden Tag neue Ideen, um uns
etwas zu verkaufen,
was wir Taubenzüchter angeblich brauchen.
Zum Beispiel:
Taubenflügel bemalen, das heißt, einen roten Punkt oder zwei
Augen bzw.
eine CD im Player mit Uhu-Stimmen abspielen. Schön für den
Nachbarn.
Oder was ganz komisches. Da gab es so ein Ding, das sah aus, wie
zwei zusammen gebundene
Satellitenschüsseln. Wie zwei große Augen, die auch noch
blinkten. Und das ganze Gestell drehte sich.
Sage und schreibe 500 € kostete dieser Blödsinn.
Aber was macht man nicht alles aus lauter Verzweiflung.
Und jeder rüstet noch auf.
Aufgrund von der Überpopulation von Wanderfalken und Habichten
haben wir kaum noch Niederwild.
Selbst die Jagdbehörde bestätigt diese Aussage.
Eigenartigerweise tut keiner etwas dagegen.
Komisch!
Da steckt doch irgendetwas dahinter, was jemanden einschüchtert.
Oder Desinteresse?
Wenn nicht bald etwas geschieht, würde das Ganze wie immer
irgendwann aus den Fugen geraten.
Es werden demnächst Karten von Deutschland und Europa erstellt,
wo sich Habichthorste befinden.
Den Rest kann man sich ja denken, oder?
Zum Schluss noch eins
ACHTUNG, ALLE
HABICHTE & WANDERFALKEN HABEN EINEN CHIP.
Und dieser Chip dient zum Auffinden dieser genannten Greifvögel.
Das funktioniert auch dann, wenn „er oder sie“ in der Mülltonne
liegen.
Vorsitzender Thomas
Gottschalk
04.08.2010
Raubvogelplage in Berlin

Wie viele Tipplerpaare muss man eigentlich noch halten?
Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt.
Im Jahr 2010 habe ich bemerkt, das ich einfach
zu wenig Zuchtpaare habe.
Erst dachte ich, dass 6 Tipplerpaare ausreichend sind.
Denn aus 6 Zuchttipplern werden nach
18 Tage brüten 12 Jungtippler.
Da bei mir 3 Eier unbefruchtet blieben,
hatte ich nur 9 Jungtippler.
Und beim Eingewöhnen der Jungtippler im Freiflug
spielte, und wie sollte es anders in Berlin sein,
der Habicht und Wanderfalke
eine große Rolle.
Von den 9 Jungtipplern blieben nach
2 Wochen nur noch 2 Jungtippler übrig.
Mein Sportsfreund Semso Ehnert Fekica,
auch TCD Mitglied, sagte schon im
Winter zu mir, das ich zu wenige Zuchtpaare habe.
Und er sollte Recht behalten.
Semso Ehnert lieh mir von seinen Zuchttipplern noch 6 Paare.
So hatte ich zum Glück schon 12 Paare.
Also, um das Ganze auf den Punkt zu bringen,
man braucht für TCD Wettflüge in Berlin
mindestens 15 Tipplerpaare.
Zur Teilnahme an TCD-Wettflügen werden
mindestens 3 Tippler benötigt.
Klingt einfach, ist es aber überhaupt nicht.
Zu viele Raubvögel – und das stresst unsere Tippler.
Sie wollen überhaupt nicht mehr fliegen,
denn sie wissen, Habicht und Wander-
falke warten bei jedem Freiflug.
Also, 15 Tipplerpaare sind hier in Berlin das mindeste,
was man haben sollte,
denn 90% unserer Tippler werden von Raubvögeln gefressen.
Wie gesagt hier in Berlin.
Es werden noch viele Berichte zu diesem Thema folgen.

Vorsitzender Thomas
Gottschalk
16.05.2010
Allgemeiner Aufruf
zum
Raubvogelproblem

Wir
als Taubenliebhaber haben doch ständig das große Problem
mit
dem Habicht und dem Wanderfalken. Es werden Habichte in
Großstädte in Freiheit gesetzt, um den Bestand verwilderter
Haustauben einzugrenzen. Das zumindest war so gedacht. Oder?
Jedoch habe ich das Gefühl, dass das überhaupt nichts bringt.
Ganz im Gegenteil. Wie viel Nahrung braucht so ein Habicht oder
Wanderfalke?
1,
2 oder 3 Tauben pro Tag. Sicherlich eine ganze Menge.
Es
gibt Sportsfreunde, die können ihren Tieren überhaupt keinen
richtigen Freiflug gewähren,
ohne ständig Angst zu haben, ihre Lieblinge zu verlieren.
Und
wenn sich dann noch so ein Habicht auf den Taubenstich
eingeflogen hat, bleiben dann nur noch wenige Tauben übrig.
Wenn man dann noch bedenkt, dass wir unsere Lieblinge von Ende
September bis Ende März im Taubenschlag belassen müssen, dann
deutet vieles auf Tierquälerei bei unseren eigenen Tauben hin.
Aber was soll man tun?
Ich
muss ständig zuschauen, wenn ich zu Besuch bei Taubenzüchter
bin, wie stolz sie mir zeigen, wie ihre Tippler fliegen.
Von
7 Tauben kehren dann nach Stunden langer Jagd durch Raubvögel
oft nur noch 5 Tauben zurück. Noch nie habe ich zuvor gesehen,
dass ein Habicht so hoch fliegt, und da meine ich mindestens 500
Meter, um dort so richtig im Tipplerstich aufzuräumen.
Das
da natürlich kein Taubenliebhaber zufrieden ist, versteht sich
von selbst.
In
einigen Zuschriften wurde mir mitgeteilt, der Habicht frisst gar
keine Tauben.
Was
soll man darauf antworten.
Um
statistisch vielleicht eine Antwort zu erhalten, habe ich
gedacht, eine Datei auf unserer TCD Seite einzurichten, wo jeder
Taubenliebhaber, und da meine ich alle ob Brieftaubenhalter oder
Rassetaubenhalter, die mir dann ihre Verlustzahlen übermitteln.
Wenn genügend Daten zu Verfügung stehen, wird eine
Deutschlandkarte oder eine Tabelle gefertigt, wo dann dort zu
sehen ist, wo und vor allem wie groß die Taubenverluste sind.
Sicherlich wird das nichts an der Situation ändern, aber
bestimmte Personen sollten über ihre
Gesetze nachdenken bzw. zur Verantwortung gezogen werden.
Informationen in schriftlicher Form sind herzlich willkommen.
Fotos von geschlagenen Tauben ebenfalls.
TCD
geschrieben von Thomas Gottschalk
Beitrag vom 28.05.2009 Berlin
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