Krankheiten

 

Kotuntersuchung bei Tauben (Tippler)


Ich bin doch überrascht, dass eine ganz einfache Sache, wie
Kotuntersuchung bei Tauben, so außer Acht gelassen wird.
Selbst langjährige Taubenliebhaber schauten mich ganz
vorwurfsvoll an, als ich von meinen Tipplern und der wichtigen
Kotuntersuchung erzählte.



Wann sollten Kotuntersuchung vorgenommen werden?
Die Antwort ist ganz einfach. Das ganze Jahr über.
Und am besten oder einfacher gesagt, jeden Monat eine
Sammelkotprobe einschicken.
Besonderes Augenmerk ist auf die Zeit vor und
während unserer Wettflüge zu legen.
Wenn man ca. 8 Wochen vor den Flügen ein positives
Kotuntersuchungsergebnis hat, dann ist gerade noch Zeit
für eine Medikamentenkur.
Natürlich auch hier wieder die große Weisheit,
Vorbeugen ist besser als Heilen.


Was wird bei der Taubenkotabgabe untersucht?
Hat man keinen bestimmten Verdacht auf bestimmte Krankheiten
im Taubenschlag,
ist als erstes die parasitologische Kotuntersuchung anzuraten.


Die Kotprobe
Die Kotproben sollten aus ca. 5-10 Kothäufchen bestehen, damit
gewährleistet ist,
dass auch alles untersucht wird. Die Kotproben werden dann auf Würmer,
Wurmeier und Kokzidien untersucht. Seit etwa 7 Jahren ist
auch eine Untersuchung auf Chlamydien möglich.
Kotproben werden in ein kleines Glas getan und am besten
sofort zu einem Tierarzt gebracht.
In Berlin haben wir das Glück, das wir eine
Tierärztin mit Fachwissen „Tauben“ haben:

Dr.med.vet. Elke Hartwig.
Telefon:. 030/9437820

Nach wenigen Stunden wird uns die Tierärztin dann den Befund bekanntgeben.
Fällt dann der Befund positiv aus, steht eine Kur an.
In den meisten Fällen werden Spul- und Haarwurmbefall festgestellt.
Unsere Tierärztin hat für solche Fälle meist die
notwendigen Medikamente in ihrer Praxis.
Zum Beispiel:
KOKZIDIOL SD ist gegen Kokzidien und
CONCURAT-L 10% gegen Würmer.
ASCAPILLA (Kapsel)

WICHTIG ! Alle Tippler im Taubenschlag sind dann ausnahmslos zu behandeln.




Erscheinungsbild bei Wurmbefall
Tippler, meist die Jungtiere, sitzen aufgeplustert
in der Ecke und magern schnell ab.
Jungtippler haben noch nicht das voll ausgereifte Immunsystem,
um gegen solche Krankheiten anzukämpfen.
Sehr oft ist zu sehen, das Tippler viel Wasser zu sich nehmen.
Auch im Winter. Die Kloake ist entzündet und stark verschmutzt.
Todesfälle sind oft die Folge.




Nach der Entwurmung
Taubenschlag gründlich reinigen und anschließend desinfizieren.
Wichtig, es muss ein Desinfektionsmittel verwendet werden das auch
Wurmeier unschädlich machen kann.
Zum Beispiel von der Firma BACKS DESINFEKTIONSMITTEL
Für große Taubenschläge ab ca. 40 qm das Spritzmittel Ankucoc verwenden.


Nachbehandlung
Nach drei Wochen muss das Ganze wiederholt werden,
weil sich noch restliche Eier und Würmer im Schlag befinden
oder von den Tipplern ausgeschieden wurden.
Da die Medikamente Nebenwirkungen haben und unsere Tippler
geschwächt sind, ist eine zusätzliche Vitamingabe unerlässlich.

 

Vorsitzender Thomas Gottschalk 6.02.2011

 


 

Tauben baden gern!    

 


Tauben und natürlich auch unsere Tippler baden sehr gerne.
Auch wenn das viele Züchter nicht wahrhaben möchten,
aber das wöchentliche Taubenbad muss eine Wohltat
für unsere Tauben sein.
Wenn unsere Tippler einen Wettflug hinter sich haben, und da
meine ich den nächsten Tag nach dem Wettflug, ist man gut beraten,
den Tauben etwas Gutes zu tun.
Einfach eine Kunststoffwanne mit etwa 10 cm tiefem Wasser
hinstellen und Schwupps schon sind unsere Tauben im nassen Glück.
Warum eigentlich eine Kunststoffwanne, fragen Sie sich bestimmt?
Ganz einfach.
Ich setze dem Badewasser Kochsalz zu oder im Handel erhältliches
Tauben-Badesalz.
Badesalz hat viele Vorteile:
- es reduziert Federlinge im Gefieder
- macht das Gefieder geschmeidiger
- fördert die Talkbildung (Federstaub)
Das eigenartige ist auch, dass die Tauben gerade dann baden, wenn
Regenwetter ist.
Bei 30°C baden unsere Tauben höchstens in den Abendstunden.
Also Badewanne raus auf‘s Dach und Wasser rein.
 

Vorsitzender Thomas Gottschalk 16.05.2010

 

 


 

Taubenschlag Schädlingsbekämpfungsfibel

Ratten und Mäuse sind eine der häufigsten Schädlinge.
Der Kot der Mäuse ist oft der so gefürchtete Salmonellenüberträger.
Fangen wir aber mal mit den Mäusen und Ratten an.
Sie sind eigentlich leicht zu fangen. Lebendfallen sind
eine sehr gute Ergänzung.
Bekämpfung mit chemischen Mitteln:

Rattenköderbox
• mit Lasche zur schnellen Kontrolle
• ideal für den trockenen Innenbereich
• schnelle und effektive Arbeitsweise
• sehr einfach zu entsorgen
• Faltschachtel aus Pappe

Köderblock
• Finicon ProBloc Dife 30g
• baua: Reg.-Nr. B-0246-00-00
• §18 Zulassung
• Wirkstoff: Difenacoum
• Dieser hemmt bei Mäusen und Ratten bereits nach einmaliger Aufnahme
  die Blutgerinnung und führt den Tod der Nager innerhalb von wenigen
  Tagen herbei

• Sie sind durch die Paraffinierung äußerst widerstandsfähig gegen
   Feuchtigkeit und Nässe.
• Im Handel (Baumarkt), beim Schädlingsbekämpfer sowie über das Internet zu      beziehen.

Aber wir müssen erst einmal sehen, wo kommen den die Schädlinge
eigentlich her? Wie ist denn eigentlich das Futter gelagert?
Auf keinen Fall dürfen die Schädlinge an das Futter kommen. Ich persönlich verwende
Futtersilo. Da passen locker 50 kg Futter hinein (siehe Foto).
In einem solchen Silo ist da Futter gut aufgehoben.                 
Die Vorderseite ist mit feinem Drahtgeflecht versehen.
Aber auch den Taubenschlag darf man nicht außer Acht lassen.
Viele Schläge sind Holzbauten. Und gerade Holzbauten haben viele
Hohlräume, wo die Nager sich so richtig wohlfühlen.
Daher sollte jeder Züchter seinen Taubenschlag so bauen, das
keine Ritzen oder Lücken entstehen. Denn schnell finden diese Nager
solche Schlupfwinkel und dann hat man ganz neue unangenehme Untermieter.


Taubenzecke und Federlinge
Aber auch Taubenzecken, Federlinge und Milben sind nicht zu unterschätzen.
Auch hier gilt wieder das Gleiche. Die Inneneinrichtung vom Taubenschlag
sollte so wenig wie möglich Spalten und Ritzen aufweisen.
Man ist gut beraten, wenn man die Nistzellen am besten im Handel
Kauft, denn die Nistzellen sind sehr passgenau verarbeitet.
Wenn man sie dann noch mit einem Universalpräparat einsprüht,
hat man wirklich keine Probleme mehr mit diesen kleinen Plagegeistern.
„ARDAP“ ist so ein Universalpräparat und wirklich leicht in der Anwendung.

Ardap®
Das moderne Insektizid für anspruchsvolle Hygiene.
Futtermittel und Tippler nicht einsprühen.
Ardap® wirkt in gebrauchsfertiger Verdünnung sofort. Ardap® trifft Zecken und Parasiten
in entferntesten Winkeln und tötet sie sicher ab. Darüber hinaus ist
Ardap® hochwirksam
gegen Fliegen aller Art, Zweiflügler aller Spezies, sämtliche Milbenarten
(einschließlich Grabmilben, Sarcoptes spp.), Läuse, Flöhe, Haar- und Federlinge sowie
weitere Schädlinge oder Lästlinge wie Schaben, Motten, Silberfischchen, Kakerlaken, Spinnen,
Asseln und Ameisen in Schlägen und Ställen jeder Art und auch in Wirtschaftsräumen.
Ardap® Konzentrat: 200 ml ergeben 20 l gebrauchsfertige Spritzlösung.

Zu beziehen bei :
www.quiko.de ca. 22,00 €
Achtung, unbedingt die Gebrauchsanweisung beachten!

 

Vorsitzender Thomas Gottschalk 21.04.2010


 

Tippler erkranken massenhaft an Salmonellen in Russland.


Seit bekannt wurde das in Russland die Tauben massenhaft an den Salmonellen zu Grunde gehen, stellt sich doch die Frage, wann ist es auch in Deutschland soweit. Keine Krankheit macht vor Grenzen halt.
So wie jetzt in Deutschland und in anderen Ländern Menschen an der Schweinegrippe erkranken und jetzt eine große Impfaktion angesagt ist,
so sollten doch auch unsere Tipplertauben geimpft werden.
Denn ist ein Taubenschlag erst stark von Salmonellen befallen, so ist es meist nur mit großen und teuren Aufwand möglich, noch einige Tippler zu retten.


Als Empfehlung sei gesagt:
Erst den gesamten Taubenbestand mit Baytril über die Tränke behandeln (zu erfragen beim Tierarzt) und anschließend den gesamten Bestand impfen.


Kleine Impffibel

INFORMATIONEN ZU IMPFUNGEN
Da ich als Vorsitzender oft gefragt werde, was unsere Tauben eigentlich geimpft bekommen, habe ich mich bei ein und dem anderen Tierarzt erkundigt.
Hier eine kleine Fibel als Übersicht über die vorhandenen Impfmöglichkeiten:

Paramyxovirose:
Colombovac PMV/Pox (kombiniert mit Pocken Schutzimpfung)
Lasovak-T (reiner Paramyxovirus "Jahres-Impfstoff')
Colombovac PMV(reiner Paramyxovirus "Jahres-Impfstoff')
 


Wichtige Informationen:

1. Die Tippler müssen gesund sein.

2.Wenn die Tippler geimpft werden, sollte man 6 Tage vor und nach der Impfung, die Tippler mit BAYTRIL oder VIRUMUN (4 ml/l) behandeln.

3. Die Jungtippler sollten kurz nach dem Absetzen im Alter von 4 bis 6 Wochen geimpft werden, Diese Impfung sollte nach ca. 4 Wochen wiederholt werden. Nur durch diese sogenannte Boosterung erreicht man eine ausreichende Immunität für das gesamte Jahr.

4. Der Kombi-Impfstoff Paramyxo und Pocken in einer Injektion

Pockenimpfstoff
Colombovac PMV/Pox (Injektion)
Nobilis Pox (Follikelmethode) Federn am Ständer zupfen und mit Nobilis Pox getränkte Ohrtupfer auftragen. Eine sehr sichere Methode, aber aufwendig.

Salmonellenimpfstoff
Salmonellose (Paratyphus)
Zoosal-T ist ein Lebend-Impfstoff und erhöht die allgemeine Abwehr, auch genannt Paramunität.
Colombovac Paratyphus ist ein Tot-Impfstoff.

Wichtige Informationen dazu:
Die Tippler müssen vor der Salmonellenimpfung gesund sein.
Eine antibiotische Kur vor dem Impfen, ist sehr anzuraten.
Bestens hat sich BAYTRIL bewährt. Beim Tierarzt erhältlich.
 

Vorsitzender Thomas Gottschalk 22.11.2009
 


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