Flugtippler

Hierzu gehören vor allem die durch zielstrebige Zuchtauswahl gehörenden Tipplertauben die aus englischen Tümmlern  gezüchtet wurden.
Diese Taubenrasse fliegt besonders hoch und ist sehr ausdauernd was von keiner anderen Taubenrasse übertroffen wird.
Unter besonders günstigen Verhältnissen (zweckmäßiges Training, richtige Ernährung, rechtzeitiges Auflassen) dauert ihr Flug vom frühen Morgen bis in die späte Abenddämmerung.
Auf Wettbewerben (TCD Flügen) zählt bei den Tipplertauben nur die Flugdauer, nicht die Flughöhe. Selbst unter ungünstigen Flugbedingungen leisten die Tippler Erstaunliches.

Als ausgesprochene Marathonflieger erreichen sie unvorstellbare Flugzeiten.
Der Weltrekord für Alttippler beträgt 22:05 Stunden (bei Harry Shannon Irland 1995), der für Jungtippler 20:29 Stunden (bei Karl Kocholl im Jahre 2004 in Deutschland).
Flugtippler fliegen am besten in Formation von drei bis sechs Tieren. Im Schmetterlingsstil bewegen sie ihre Handschwingen so leicht und kräftesparend, als ob sie schweben.
Schon im Jungtipplerstadium  beginnt das Training. Zum Schlag dürfen sie stets erst dann zurück, wenn die ihnen von Anfang an vertraute weiße Pfautaube als Lockvogel erscheint.

 

Geschichte der Tippler

Der Englische Tippler ist die Flugsporttaube der Engländer, aber er ist neuerdings auch in der Bundesrepublik Deutschland wieder stark verbreitet. Wie oft bei englischen oder amerikanischen Tümmlern gibt es zwei Typen, die als Rassen beide in den genannten Ländern anerkannt sind, es ist der Flugtyp und der Schautyp. Sprechen wir zuerst vom Flug­typ, denn er ist der ältere.
Die Rasse entstand in England um 1840 durch Kreuzungen von einheimischen Tümmlern mit französischen Cumulet­ Tümmlern. Die Tauben dienten nur zum Flugsport, und es entwickelten sich wieder verschiedene Typen, die Sheffield-Tippler, Manchester-Tippler, Macclesfield-Tippler, Leicester-Tippler und die Lincoln-Crazies.
Die ein­zelnen Typen wuchsen, was die Körperform betrifft, im Laufe der Zeit weitgehend zusammen. Die am Flugsport begeisterten Züchter kennen allerdings auch heute noch verschiedene Unterschiede, die aber nur den Flug betreffen, wobei jeder Züchter behauptet, sein Typ wäre der beste.
 
Der Weltrekord im Dauerfliegen liegt bei Englischen Tipplern bei 22 Stun­den und 5 Minuten und wurde aufgestellt von H. Shannon, am 21. Mai 1995. Tippler fliegen ganz anders als Wiener Tümm­ler, sie fliegen ganz ruhig, ihr Flug gleicht einem Spazierflug, da sie keine rasanten Flüge und keine blitzschnellen Wendungen zeigen, ist es ihnen auch möglich, so lange ununterbrochen zu fliegen. Tippler werden nur in kleinen Gruppen von 3 bis 6 Tieren aufgelassen. Bei geeignetem Wetter fliegen sie lange und hoch.
Die Tauben sind mittelgroß. Der Kopf ist rund. Die Augen sind perlfarbig. Der Hals ist kurz und wird zum Rumpf hin voller. Die Flügel ruhen auf dem Schwanz. Der Schwanz bildet mit dem Rücken eine leicht nach hinten abfallende Linie. Die Beine sind knapp mittellang, die Läufe und Zehen sind unbefiedert. Es gibt die Tauben in allen Farben, einfarbig in Blau, Braun, Gelb, Rot, Schwarz, Weiß, Silberfahl, Schokoladenfarbig mit farbigem Schwanz und mit weißem Schwanz, außerdem Hellbunt, Kranzhalsig, Schimmel und Dunkel­bunt. Die Bunten sind eigentlich Tiger. Wunderschöne Tiere. Bei den Hellbunten ist die Grund­farbe weiß, Schwanzfedern und Schwingen laufen dunkel aus, Hals und Kopf sind mit dunklen Federn durchsetzt. Dunkelbunte haben farbige Grundfarbe durchsetzt mit weißen Federn am ganzen Körper, mit Aus­nahme von Schwanz und Schwingen, die farbig sind. Außerdem gibt es noch richtige Tiger, weiße Tauben, durchsetzt mit farbigen Federn. Schwungfedern und Schwingen sind bei ihnen farbig. Dieser Flugtyp wird in England und Amerika zum Flugsport verwendet unter dem Namen „Flying Tippler". Der gleiche Typ wird aber auch ausgestellt unter dem Namen „Exhibition Flying Tippler", bei diesen werden die Hellbunten, Dunkelbunten und Tiger bevorzugt. Der Schautyp, in England und Amerika „Show Tippler" genannt, zeigt eine etwas mehr gedrungene Figur, eignet sich nicht zum Flugsport, ist aber sonst dem Flugtyp gleich. Nach der englischen Musterbeschreibung sind bei dem Schautyp nur Hell­bunte und Dunkelbunte, also helle und dunkle Tiger in schokoladenbrau­ner Farbe zugelassen, ferner Einfarbige in Schokoladenbraun und Weiße Bärtchen. Dieses sind weiße Tauben mit einem kleinen schokoladen­braunen Kehlfleck und ebensolchen Schwungfedern und Schwanz. Ent­weder sind nur die ersten Schwungfedern farbig (Light Chuck) oder die der ersten und zweiten Ordnung (Full Flighted Chuck).
Wir kennen in der Bundesrepublik Deutschland nur einen Typ, der dem englischen Flugtyp entspricht, also etwas schlanker und eleganter als der englische Schautyp ist. Wir er­kennen alle von mir aufgezählten Farbenschläge an. Der Name Tippler soll nach Auskunft der Engländer abgeleitet sein von „tipped" (befleckt), weil die ersten Tiere alle getigert oder bunt waren. Doch gibt es andere, nicht minder berechtigte Ableitungen. Die Tauben ver­mehren sich gut und ihre Zucht ist leicht.

 

TCD (Tippler Club Deutschland )

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
                                                                                             
                                                                                      

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